Musik der Romantik mit Sebastian Weigle und Himari

Schuberts »Große« C-Dur-Symphonie gilt als Inbegriff der romantischen Orchestermusik – sie kreiert eine Klangwelt, die zugleich idyllisch und sehnsuchtsvoll ist. Außerdem auf dem Programm: Carl Maria von Webers Ouvertüre zur Zauberoper Oberon und Henryk Wieniawskis Violinkonzert Nr. 1 mit seiner Verbindung von seelenvollem Ausdruck und überwältigender Virtuosität. Als Solistin debütiert die erst 13-jährige Himari und am Pult Sebastian Weigle, der anstelle des erkrankten Zubin Mehta die Leitung des Konzerts übernimmt.

Entstehungszeit und Nummerierung von Franz Schuberts letzter Symphonie waren lange umstritten. Heute gilt als wahrscheinlich, dass sie unter dem Eindruck entstand, den die Uraufführung von Beethovens Neunter bei Schubert hinterlassen hatte. Dennoch beschreitet der Komponist in seiner »Großen« C-Dur-Symphonie, die Robert Schumann mit einem »dicken Roman in vier Bänden« verglich, ganz eigene Wege: Sie hat eher epischen als dramatischen Charakter und weist damit auf Bruckner und Mahler voraus. Die Partitur entdeckte Schumann 1839, als er Schuberts Bruder Ferdinand in Wien besuchte. Noch im selben Jahr brachten das Leipziger Gewandhausorchester und Kapellmeister Felix Mendelssohn Bartholdy das Werk zur Uraufführung.

Es war dasselbe Orchester, das Henryk Wieniawskis Erstes Violinkonzert 1853 aus der Taufe hob – den Solopart übernahm der Komponist selbst. Von Russland über Zentraleuropa bis in die USA wurde Wieniawski als einer der genialsten Geiger seiner Zeit gefeiert. Erstaunlich sind nicht nur die exorbitanten Schwierigkeiten, die er sich für dieses Werk einfallen ließ – rasante Läufe, Doppelgriffe in zum Teil unbequemster Lage und alle nur erdenklichen Strichtechniken – sondern auch die musikalische Reife des gerade erst 17-jährigen Komponisten. Noch vier Jahre jünger ist die japanische Geigerin Himari, die nach Konzerten mit asiatischen und nordamerikanischen Klangkörpern hier zum ersten Mal mit einem großen europäischen Orchester auftritt. Mit den Berliner Philharmonikern interpretiert die Hochbegabte Wieniawskis Konzert an der Seite von Sebastian Weigle. 

Berliner Philharmoniker
Sebastian Weigle
Himari

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Interviews zum Konzert

Künstler*innen

Sebastian Weigle Dirigent
Carl Maria von Weber Komponist
Henryk Wieniawski Komponist
Himari Violine
John Corigliano Komponist
Franz Schubert Komponist

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